Von Deluz auf dem Weg nach L’Isle sur le Doubs

Am Sonntag waren wir dann wieder zurück in Deluz. Marysol hatte inzwischen ziemliche Pickel bekommen, denn während unserer Abwesenheit wurde die Wand der Werft (vor der wir nun mal standen) neu verputzt und ein Großteil des Mörtels verteilte sich dann eben auf dem Boot. Bewaffnet mit Küchenschwämmen haben wir sie dann wieder einigermaßen ansehnlich machen können, aber ärgerlich wars schon. Zum Glück ist der Lack von Marysol sowieso ab, sonst hätten wir ein echtes Problem gehabt. Am nächsten Morgen wollten wir die bestellten Teile von der Werkstatt 15 km entfernt abholen, mussten jedoch feststellen, dass das wesentliche Teil (Lagerbock) nicht passte, denn es gibt von einer Bestellnr. immer noch verschiedene Seriennummern, die sich gewaltig unterscheiden. Ein Umtausch hätte 4 – 5 Tage gedauert, aber dann hätte die Werft 2 Wochen Sommerpause, d.h. wir hätten noch 3-4 Wochen hier festgesessen. Also haben wir die alten Teile wieder eingebaut und lediglich die Simmeringe ausgetauscht, in der Hoffnung, dass alles bis Varel hält. Schon die Reparatur musste Lorenz bei strömendem Regen durchführen und seit dem (gestern Mittag) schüttet es wie aus Eimern ohne eine Minute Pause. Trotzdem sind wir heute Morgen gestartet, durch wunderschöne Landschaften gefahren, aber leider bis zur Halskrause nass. Das Grau ist auch so dunkel, dass es nicht so aussieht, als würde es je wieder aufhören zu regnen. Die Temperaturen sind mal wieder bei 13 Grad angekommen. Dabei sieht man links auf tolle Felslandschaften, die an das Elbsandsteingebirge erinnern und rechts sieht es so aus, als würde man durch Schweizer Almwiesen fahren. Wirklich hübsch, nur wenn einem der Regen den Rücken herunterläuft, kann man sich nicht so völlig entspannt freuen. Drückt uns die Daumen, dass es bald besser wird. Mehr Fotos gibt es bald)

Schleuse in Besancon

Schleuse in Besancon

Marysol geht wieder Schwimmen

Marysol geht wieder Schwimmen

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Veröffentlicht unter 2013 | 2 Kommentare

Unterbrechung der Reise

Nicht ganz unerwartet, aber dennoch plötzlich muss die Reise wieder unterbrochen werden. Marysol hat wieder ziemlich viel Wasser im Getriebeöl, die Reparatur in Italien hat wohl nicht ausgereicht, es müssen mehr Teile ersetzt werden. Wir können nicht mehr im Rückwärtsgang fahren ohne dabei Öl zu verlieren. Das heißt, wir können keine Schleusen mehr fahren. Also Glück im Unglück: wir haben eine kleine Werft in dem winzig kleinen Ort Deluz gefunden, die Marysol an Land geholt hat. Wir sind mittlerweile schon in Oldenburg, besorgen Ersatzteile für die Reparatur und dann soll es hoffentlich in einer guten Woche weitergehen. Abgesehen von der natürlich ärgerlichen Unterbrechung gefällt uns der Kanal sehr gut. Er ist zwar voller Grünzeug, das sich ab und zu als Salat im Kühlwasserfilter findet, aber sehr hübsch und gemütlich klein. Manchmal so klein, dass man daran zweifelt, dass sich dort 2 Boote begegnen können (was allerdings auch nicht sehr häufig vorkommt). Außerdem liegen an dem Kanal etliche sehr sehenswerte Orte, die man sehr gut auf den fantastisch ausgebauten Radwegen erreichen kann. Dole und Besancon haben uns gut gefallen. Eine willkommene Abwechslung zu den zwar hübschen, aber manchmal absolut ausgestorbenen kleinen Ortschaften. Deluz ist da eine Ausnahme, es ist zwar klein, aber man sieht mal Leute auf der Straße. Es gibt eine Bar, die gleichzeitig Restaurant, Bäcker, Post und Tabakgeschäft ist. Dort ist immer was los. Wir sind froh, dass wir hier gestrandet sind, denn die Leute von der Werft sind total nett und hilfsbereit und tun alles, damit es uns gut geht. Nach der unglaublichen Hitze der letzten Tage kommt uns eine kleine Erholungspause auch ganz recht. Am 28.7. soll es weiter gehen.

Altes Holzhaus in Macon/Saone

Altes Holzhaus in Macon/Saone

Kathedrale in Macon

Kathedrale in Macon

Tournus/Saone

Tournus/Saone

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Die Schleusen werden kleiner

Die Schleusen werden kleiner

Dole am  Rhein-Rhone-Kanal

Dole am Rhein-Rhone-Kanal

Schöner Schatten

Schöner Schatten

Gemütlicher Liegeplatz am Kanal

Gemütlicher Liegeplatz am Kanal

Manchmal nur Einbahnstraße

Manchmal nur Einbahnstraße

Wasserinstallation eines Künstlers- bei Eintritt in den Kanal hört es aber auf zu plätschern

Wasserinstallation eines Künstlers- bei Eintritt in den Tunnel hört es aber auf zu plätschern

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Vorläufiger Aufenthaltsort von Marysol in Deluz

Vorläufiger Aufenthaltsort von Marysol in Deluz

Veröffentlicht unter 2013 | 1 Kommentar

Mittlerweile auf dem Rhein-Rhone-Kanal

Wir sind nicht verschollen, nur sind die Internetverbindungen manchmal so schlecht. Wir haben mittlerweile die Saone verlassen, Macon, in Chalon sur Saone das Endspiel gesehen, endlich Lorenz Pass, der durch Europa gereist ist in Empfang genommen und in den Rhein-Rhone-Kanal gefahren. Da wir gerade an einem Warteponton für eine Schleuse liegen, muss ich jetzt wieder an die Arbeit und hoffe, heute Abend mehr schreiben zu können und Bilder einstellen zu können.

Veröffentlicht unter 2013 | 1 Kommentar

Von Condrieu nach Lyon und Macon auf der Saone

Das Wetter lässt wirklich zu wünschen übrig. Bei nicht nur gefühlten, sondern wahrhaftigen 13 Grad und Nieselregen geht die Fahrt weiter nach Lyon. Wir lassen die großen Rhoneschleusen und den starken Strom, der uns zeitweise nur noch mit 5km/Std. vorwärts kommen lässt, hinter uns und statten der schönen Stadt Lyon einen Besuch ab. Trotz des Nieselregens und den für Sommer arktischen Temperaturen wirklich sehenswert mit all den herrschaftlichen Häusern, bombastischen Bauwerken, bemalten Hausfassaden und freakigen Vierteln. An einem komfortablen Ponton machen wir über Nacht in Albigny fest, um gleich morgens weiterzufahren nach Villefranche und Macon. Auf dem Fluss Saone kommen wir besser voran, der Strom ist nicht so stark und die Schleusen sind nur noch 3-4 m hoch und dementsprechend schnell passiert. Auf den Flüssen ist kaum etwas los ( bei dem Wetter ja auch kein Wunder). Ehrlich gesagt, wir vermissen das Mittelmeer.
Leider macht Marysols Getriebe wieder ein paar Zicken und verliert im Rückwärtsgang Öl. Wir müssen das jetzt beobachten und wenn es schlimmer wird, Marysol wieder an Land holen und wieder reparieren.

Bemalte Hausfassade in Lyon

Bemalte Hausfassade in Lyon

dito

dito

Das Gesamtwerk

Das Gesamtwerk

Oh diese schönen Bäckerläden

Oh diese schönen Bäckerläden

Brunnen in Lyon

Brunnen in Lyon

Buchladen in Lyon

Buchladen in Lyon

Grundausstattung lange Unterhose, Fleece und Regenjacke sind angesagt

Grundausstattung lange Unterhose, Fleece und Regenjacke sind angesagt

Wieder mal ein Privatsteg für Marysol

Wieder mal ein Privatsteg für Marysol

Veröffentlicht unter 2013 | 1 Kommentar

Wieder zurück

Wir sind zurück an Bord. Zum Glück gab es Entwarnung, was den kritischen Zustand von Lorenz Vater betrifft. Es war gut, dass wir viele Dinge erledigen und klären konnten und nun nach einer furchtbaren Rückfahrt in strömendem Regen und etlichen Staus wieder an Bord sind. Aber auch hier spielt das Wetter verrückt, es gibt Dauerregen bei Temperaturen von ca. 15 Grad, da kommt nicht unbedingt Reiselust auf. Zum Glück gab es am Nachmittag ein Sonnenloch, so dass wir das ausgestorbene Örtchen Condrieu verlassen haben und noch eine Schleuse trockenen Fußes bewältigen konnten und noch einen Abstecher in dem schönen Ort Vienne einlegen konnten. Nun liegen nur noch 20 km der Rhone vor uns, die durch den vielen Regen der letzten Tage ziemlich viel Wasser führt und dementsprechend der Strom gegenan ganz schön heftig ist. Wir kommen zeitweise nur noch mit 7 km/h voran.

Die "Black Pearl" im Hafen von Condrieu

Die „Black Pearl“ im Hafen von Condrieu

Kathedrale von Vienne

Kathedrale von Vienne

Condrieu-ein Hafen zum Wurzeln schlagen

Condrieu-ein Hafen zum Wurzeln schlagen

Vorbei an Vienne

Vorbei an Vienne

Brücke bei Givors

Brücke bei Givors

Veröffentlicht unter 2013 | 1 Kommentar

Von Viviers nach Tournon und Condrieu

Wir haben das schöne typisch provenzalische Örtchen Viviers nur ungern verlassen, aber weiter geht es nach Tournon, einem ebenfalls sehenswerten Ort mit einem interessanten Markt, alten Gässchen und vor allem einem Privatsteg. Nachdem wir uns erneut auf die Angaben im Flussführer verlassen haben und uns auf einen kleinen Hafen mit Stegen freuten, mussten wir feststellen, dass diese wieder mal nicht stimmen. Die Häfen hier entlang der Rhone, die nicht privat betrieben werden, werden völlig vernachlässigt, verkrauten, versanden und sind für etwas größere Boote nicht mehr zu gebrauchen. Auch dieser Taxisteg war völlig mit Schlingpflanzen verseucht, so dass erst einmal der Kühlwasserfilter entkrautet werden musste. Der nächste Tag war richtig stürmisch. Der Wind kam aus Süden, war richtig heiß und schob uns mit den Wellen auf der Rhone richtig gut voran. Wir kommen unerwartet gut mit der Gegenströmung zurecht und können durchschnittlich 10km/h fahren. Dann noch ein paar furchtbare Rhoneschleusen. Deshalb so furchtbar, weil beim Hochschleusen das Wasser mit ziemlicher Wucht ins Becken gelassen wird, dass es richtig körperlichen Einsatz kostet, das Boot von der Schleusenwand abzuhalten und zu vermeiden, dass der Bug oder das Heck dagegenknallen. Dabei machen die Schleusentore und Poller ächzende und knarzende Geräusche wie aus dem besten Gruselfilm.
Mittlerweile sind wir ca. 40 km vor Lyon in Condrieu in einem netten, kleinen Hafen, wo wir Marysol erst einmal für 10 Tage anbinden, um mit dem Mietwagen nach Hause zu fahren, denn Lorenz Vater geht es nicht gut. Wir melden uns ab 9. Juli dann zurück.

Ansicht Viviers

Ansicht Viviers

Riesige Schleusentore

Riesige Schleusentore

Auf der Rhone

Auf der Rhone

Vorbei an Weinbergen

Vorbei an Weinbergen

Privatanleger in Tournon

Privatanleger in Tournon

Tournon

Tournon

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Rinderherz-Tomaten

Rinderherz-Tomaten

Veröffentlicht unter 2013 | 1 Kommentar

Von Avignon nach Viviers

Nachdem wir in Avignon ein heftiges Gewitter am Morgen überstanden haben, sind wir doch noch aufgebrochen Richtung St. Etienne, wo wir den erwarteten Anleger leider nicht mehr vorfanden (vielleicht bei irgendeinem Hochwasser abhanden gekommen). So ging die Fahrt auf der Rhone weiter zum 80 km von Avignon entfernten Viviers, das wir dann noch vor Einbruch der Dunkelheit erreichten. Nachdem der Anker bei 3-maligem Versuch auf dem steinigen Untergrund nicht halten wollte, haben wir uns vorsichtig ins flache Hafenbecken geschlichen und konnten festmachen. Nach fast 12 Stunden Fahrt ein echter Segen. Heute haben wir einen Hafentag eingelegt, denn die Mittelalterliche Stadt ist wirklich sehenswert, es liegt sich hier prima im Hafen zwischen Feldern und Felsen – tolle Landschaft. Noch können wir das schöne Wetter genießen, am Wochenende soll es richtige Unwetter geben Brrrr.

Schleusen wird wieder zum Alltag

Schleusen wird wieder zum Alltag

Schöne Felsenlandschaft am Flussufer

Schöne Felsenlandschaft am Flussufer

Bollene- eine Schleuse mit 23 m Hub

Bollene- eine Schleuse mit 23 m Hub

Marysol im Hafen von Viviers

Marysol im Hafen von Viviers

Altstadt von Viviers

Altstadt von Viviers

o.W.

o.W.

Kathedrale von Viviers

Kathedrale von Viviers

Altstadt

Altstadt

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Fahrradtour am Ufer der Rhone entlang

Fahrradtour am Ufer der Rhone entlang

Veröffentlicht unter 2013 | 1 Kommentar